Im Rahmen der „janichtrotwerden“ Kampagne der Krebsliga des Kantons Zürich, durfte ich mit Monika Burkhalter, Leiterin der Abteilung Prävention der Krebsliga des Kantons Zürich ein sehr interessantes Interview führen. Alles zum Thema Sonnenschutz, Spätfolgen von exzessivem UV-Konsum und den verschiedenen Hautkrebsarten und deren Heilungschancen haben mich natürlich enorm interessiert.

Monika Burkhalter, Leiterin Prävention Krebsliga des Kantons Zürich

Die Krebsliga sensibilisiert und klärt die Bevölkerung regelmäßig über die Auswirkungen und Folgeschäden von übermäßigem Konsum von UV-Strahlung auf. Wie viel neue Hautkrebserkrankungen werden jährlich diagnostiziert?
In der Schweiz erkranken jährlich rund 2700 Personen an einem schwarzen Hautkrebs (Melanom) und schätzungsweise 20 000 bis 25 000 Personen an einem weißen Hautkrebs (Basaliom oder Spinaliom). Diese Zahlen sind seit den 90er Jahren leider steigend und der Hautkrebs gehört somit zu den häufigsten Krebserkrankungen.

Kann man abschließend sagen, dass die Erkrankungen aufgrund von zu wenig Schutz entstanden sind?
Man weiß, dass UVA- und UVB-Strahlen zu den Risikofaktoren für eine Hautkrebserkrankung zählen. Somit macht es auf jeden Fall Sinn, sich gut vor dieser Strahlung zu schützen. UV-Strahlen kommen einerseits direkt von der Sonne oder man findet sie künstlich im Solarium.

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Was sind die anderen Faktoren?
Es gibt weitere Risikofaktoren, welche wir nicht beeinflussen können z.B. das Alter, Vorkommen von Melanomen in der Familie oder wenn man einen hellen Hauttyp hat.

Welche Möglichkeiten gibt es nebst Sonnencreme mit ausreichendem Schutz sich zu schützen?
Schatten ist der beste Sonnenschutz – vor allem in den Mittagsstunden, wenn die Sonne am intensivsten scheint. Trotzdem gilt es auch hier zu beachten, dass man auch im Schatten nicht vollständig geschützt ist, denn UV-Strahlen werden von der Umgebung reflektiert und können einem deshalb selbst unter dem Sonnenschirm erreichen.

Darum stets daran denken: mit Kleidern bedeckte Körperstellen bleiben den ganzen Tag konstant geschützt. Guten Schutz bieten ein T-Shirt, das die Schultern bedeckt und ein Hut mit breiter Krempe. Zudem benötigen auch die Augen einen Schutz. Hier bietet eine schöne Sonnenbrille abhilfe.

Gibt es gewisse Zeiten, bspw. die Mittagszeit, die man eher meiden sollte?
Zwischen 11 und 15 Uhr treffen ca. 2/3 der UV-Strahlen auf die Erde. In dieser Zeit sollte man sich unbedingt im Schatten aufhalten. Es macht also durchaus Sinn, sich wie die Bevölkerung in südlichen Ländern über Mittag für die Siesta in den Schatten zu legen, im Haus zu bleiben oder das Mittagessen auf jeden Fall unter dem Sonnenschirm einzunehmen.

Wie kann man sich zusätzlich schützen, wenn man einen Beruf hat, wo man ständig der prallen Sonne ausgesetzt ist?
Wenn irgendwie möglich sollten Arbeiten an der prallen Sonne auf die Morgen- oder Abendstunden verlegt werden. Und ansonsten gilt auch hier, gute Kleidung inkl. Hut und Sonnenbrille und Sonnencreme schützen vor der UV-Strahlung.

Oft wird Hautkrebs nicht sofort erkannt. Wann sollte man einen Dermatologen aufsuchen? Was sind Anzeichen auf eine Erkrankung?Wenn Sie an Ihrem Körper etwas Auffälliges bemerken, bzw. wenn sich ein Muttermal verändert oder zu jucken oder bluten beginnt, dann sollten sie sich bei einem Arzt melden. Man geht lieber einmal zu viel als einmal zu wenig.

Es gibt den weißen und schwarzen Hautkrebs. Was sind die Unterschiede und was sind die Behandlungsmöglichkeiten?
Der schwarze Hautkrebs ist die gefährlichste Form von Hautkrebs. Er kann Ableger (Metastasen) in anderen Organen bilden und wird leider oft erst spät erkannt. In der Schweiz sterben jährlich rund 330 Personen an den Folgen dieser Krebserkrankung.

Der schwarze Hautkrebs tritt auch eher bei jüngeren Personen auf. 25% der betroffenen sind noch nicht 50 Jahre alt.

Der häufiger auftretende weisse Hautkrebs ist weniger gefährlich als der schwarze Hautkrebs. Er kann meinst durch einen chirurgischen Eingriff entfernt werden und bedarf dann keiner weiteren Therapie. Metastasen treten beim weissen Hautkrebs nur selten auf.

ABCD Regel

Ist schwarzer Hautkrebs heilbar?
Je früher der Hautkrebs erkannt wird, desto besser sind in der Regel die Heilungschancen.

Empfehlen sie einen regelmäßigen Besuch bei einem Dermatologen?
Wichtig ist, auf Veränderungen der Haut zu achten und bei allfälliger Veränderung einen Arzt aufzusuchen.

Menschen mit erhöhtem Risiko (mehr als 100 Pigmentmale, Pigmentmale die in Form & Farbe unregelmäßig sind, frühere Hautkrebserkrankungen, Immunsuppression), sollten mit einem Arzt besprechen ob eine regelmäßige Kontrolle der Haut notwendig ist.

Unwissen ist oftmals ein großer Faktor. Gibt es etwas, was sie meinen Lesern unbedingt auf den Weg geben möchten?
UV-Strahlen gelten als Hauptursache von Hautkrebs. Darum sollte man sich auf jeden Fall mit folgenden Massnahmen davor schützen:

  • Schatten
  • Kleider
  • Sonnencreme
  • Solarium meiden


Als «Drehscheibe für Krebsthemen» ist die Krebsliga Zürich eine wichtige Anlaufstelle für alle nicht-medizinischen Fragen, die sich im Rahmen einer Krebserkrankung stellen. Betroffene Menschen wie auch die Menschen in ihrem sozialen oder beruflichen Umfeld erhalten bei der Krebsliga Zürich Zeit, Raum und Rat, um Antworten und Perspektiven zu finden für die zahlreichen Herausforderungen, denen sie sich durch eine Krebserkrankung stellen müssen. Mit gezielten Präventionsprojekten sensibilisiert sie darüber hinaus die Öffentlichkeit und engagiert sich so dafür, dass weniger Menschen an Krebs erkranken.
 

Krebsliga des Kantons Zürich

Sommer Wettbewerb

Die Krebsliga des Kantons Zürich lanciert zur aktuellen Kampagne #JANICHTROTWERDEN einen tollen Wettbewerb für die ganze Familie.

Zu gewinnen gibt es:

1.-3. Preis: Eintritt & Reise in den Europapark für je 4 Personen
4.-5. Preis: Escape Room für je 5 Personen
6.-10. Preis: 100 Franken Ticketcorner

So funktionierts:

Schiess ein Foto oder Video und zeig uns wie du dich mit SchattenKleider oder Sonnencreme vor der Sonne schützt.

Das Foto kannst Du ganz einfach auf Instagram mit dem Hashtag #janichtrotwerden hochladen oder direkt auf der Website der Krebsliga.

Alle Bilder mit dem Hashtag ​#janichtrotwerden​ werden kuratiert und auf der Landingpage​ www.janichtrotwerden.ch/wettbewerb veröffentlicht.

Meine Lieben, ich hoffe ihr habt das Interview genau so spannend gefunden wie ich und könnt viel davon mitnehmen und umsetzen. Solange man etwas bewusst beeinflussen kann, sollte man das unbedingt tun.

Sonnige Grüsse, ein wunderschönes Wochenende und viel Glück beim Wettbewerb
Eure


♥ In lovely cooperation with Krebsliga des Kantons Zürich

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