Wer seine eigene Hochzeit selber plant, denkt nicht nur an die Gästeliste, die Sitzordnung das Catering und das Kleid, sondern auch an Traditionen und Mythen. Es gibt Bräuche, die schon seit Jahrzehnten gepflegt werden und andere, die aus reinem Aberglauben und gerüchterweise im Umlauf sind, aber eigentlich nichts Wahres dabei ist.

Bei der Hochzeit will man jedoch kein Risiko eingehen, darum habe ich das genauer unter die Luppe genommen 🙂

Hochzeitstorte

Die Hochzeitstorte ist ein wichtiger und fester Bestandteil jeder Hochzeit und darf auf keinen Fall fehlen. Um die Hochzeitstorte ragen sich viele Mythen und Bräuche, die den meisten Paaren gar nicht bekannt sind.

Das Anschneiden ist wohl der bekanntest Brauch. Das Hochzeitspaar schneidet gemeinsam die Torte an, wer jedoch die Hand oben beim Messer führt, wird in der Ehe das Sagen haben. Dies ist auch bei den Gästen immer ein grosses Thema und grosses Gelächter brecht aus, wenn die Braut das Zepter in die Hand nimmt und in Führung geht.

Ein weiterer Brauch ist das gegenseitige Füttern des ersten Tortenstückes. Dies soll ein Zeichen für die gegenseitige Fürsorge während der Ehe sein. Diese Tradition wird noch heute sehr oft zelebriert.

Es gibt weitere unzählige Mythen rund um die Hochzeitstorte, ein weiterer Mythos dreht sich um die erste Etage der Torte. Diese ist nämlich absolut TABU und darf nicht angerührt werden. Sie muss eingefroren werden, ansonsten soll gemäss Brauch ein grosses Unglück über das Brautpaar hereinbrechen. Ausserdem ist es mittlerweile Tradition, dass Braut und Bräutigam dieses Stück Hochzeitstorte an ihrem ersten Hochzeitstag gemeinsam geniessen, um sich den schönen Tag noch einmal in Erinnerung zu rufen. Ist das nicht ein toller Brauch. Vieler Orts wird dieses Tortenstuck nach dem ersten Ehestreit gemeinsam genossen, wenn die dunklen Wolken sich am Rosahimmel wieder verzogen haben.

Die Braut wird vom Vater zum Altar geführt

Dass der Brautvater seine Tochter zum Altar führt, geht noch auf patriarchale Zeiten zurück, in denen die Frau als Besitz des Mannes angesehen wurde und somit quasi den „Besitzer“ wechselte. Klingt das nicht schrecklich, vor allem in der heutigen Zeit? Jedoch ist das immer noch etwas vom emotionalsten überhaupt und rührt mich selber jedes Mal zu Tränen. Ich sehe das ganze aus der romantischen Sicht. Der Brautvater übergibt seine geliebte Tochter aus reiner elterlichen Fürsorge in die Obhut des zukünftigen Ehepartners.

Die Hochzeitskleid

Die Braut heiratet in Weiss. Dieser Mythos ist wohl den meisten bekannt und wird als alte Tradition angesehen. Das weisse Kleid kam bereits im 18. Jahrhundert in Mode, als Königin Victoria Prinz Albert in einem cremefarbenen Kleid heiratete. Früher war das weisse Hochzeitskleid dem Adel vorbehalten und normalsterbliche haben lediglich in ihrer Sonntagsgarderobe geheiratet. Das weisse Kleid steht für Reinheit und Unberührtheit.

Darf der Mann die Braut vor der Hochzeit im Kleid sehen? Dieses Thema ist immer noch sehr umstritten und man könnte wahrscheinlich über dieses Thema einen ganzen Blogbeitrag schreiben. Weit verbreitet ist der Aberglauben, dass es Pech bringt, da Dämonen in Anwesenheit des Mannes böse Blicke auf die Braut werfen könnten und das Liebesglück vor der Hochzeit geheim bleiben soll. Für die Brautjungfern wurden oftmals ähnliche Kleider gewählt, um die Dämonen zu überlisten und die Blicke abzulenken. Die teuflischen Kräfte können zusätzlich auch mit etwas Rotem im Brautstrauß und den richtigen Kräutern in Schach gehalten werden.

In der heutigen Zeit jedoch geht es aber vor allem um den Überraschungseffekt und das Begeistern des Zukünftigen. Der Liebste soll von seiner Braut so begeistert sein, dass er nicht mehr von ihrer Seite weichen möchte.

Der Ehering – rechts oder links?

Der Ehering symbolisiert die Liebe und Verbundenheit des Brautpaares und gehört zu jeder Hochzeit dazu.

In der Schweiz wird der Ehering rechts getragen. Dies liegt in unserer christlichen Tradition, da die Christen die rechte Seite als die gute betrachten. International weiter verbreitet ist jedoch das Tragen an der linken Hand. Dieser Brauch geht auf die Ägypter und Griechen zurück, die diese Seite bevorzugen, da sie näher am Herzen liegt und somit eine direkte Verbindung zwischen Ehe- und Liebessymbol besteht.

Ihr könnt euch also mit gutem Gewissen die Seite auswählen:-)

Something old, something new, something borrowed and something blue?

Was so viel heisst wie etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes und etwas Blaues. All das sollte die Braut am Hochze.itstag an sich tragen. Aber warum, was steckt dahinter?

Etwas Altes dient als Symbol für die Verbundenheit der Braut zur eigenen Familie und Herkunft sowie gleichzeitig als Beständigkeit und Dauerhaftigkeit der Ehe. Hier kommt oft ein Familienerbstück zum Einsatz und ist somit Teil des Outfits.

Etwas Neues steht sinnbildlich für den neuen Lebensabschnitt und das Liebesglück, Erfolg, eine freudige und natürlich gemeinsame Zukunft. Hier ist die Auswahl relativ einfach, da alles Neue, das speziell für die Hochzeit angeschafft wurde zählt. Dazu zählt auch das Hochzeitskleid oder die Schuhe.

Etwas Geborgtes steht für Hilfe und Unterstützung von Freunden. Am besten leiht man sich etwas von einer glücklich verheirateten Freundin, da das Liebesglück auf das Neue Brautpaar übertragen werden soll.

Etwas Blaues ist das schönste Zeichen für ewige Treue. In der Vergangenheit war das blaue Strumpfband bei den meisten Bräuten der Renner. Auch ich habe ein blaues Strumpfband getragen.

Morgen geht es mit dem Hochzeitsspecial weiter und zwar mit dem Hochzeits-Knigge 🙂

Happy Day meine Lieben

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