Wenn die Strassen mit Kindergesang und selbstgeschnitzen Laternen erhellen, dann ist wieder Räbeliechtli-Zeit. Seit meiner Kindheit gehört der Räbeliechtli-Umzug mit einem Wienerli und Büürli zum November wie Weihnachten zum Dezember.

Es ist keine Hexerei eine Räbe zu schnitzen, trotzdem gibt es einiges zu beachten und die Reihenfolge ist essentiell. Wusstet Ihr, dass man die Räbe zuerst verziert und dann aushöhlt? Wenn nicht, dann seid ihr hier genau richtig. Heute wird nämlich hier geschnitzt:

Ran an die Räbe

  • Schnitzer
  • Aushöhler
  • Guetziliförmchen
  • Schnur
  • Teelicht
  • Zahnstocher
  • Kugelausstecher

1. Schritt

Vorsichtig Guetzliformen rundherum eindrücken, dass die Formen gut sichtbar eingeritzt sind..
Es gilt, je mehr die Räbe verziert wird, desto schöner leuchtet die Laterne in der Dunkelheit.

2. Schritt

Schält die oberste Schicht, ca 1-2mm der eingestochenen Formen mit dem Messer weg.

3. Schritt

Nun wird die Räbe geköpft. Nehmt hierzu ein scharfes Küchenmesser für einen sauberen Schnitt. Der Schnitt sollte gerade sein, damit der Deckel später schön gerade aufliegt.

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4. Schritt

Damit auch der Deckel schön erstrahlt und die das Kerzenlicht nicht erstickt, stechen wir zuerst mit dem Blumenförmli die Mitte des Deckels aus und höhlen anschließend den Deckel vorsichtig mit dem Kugelausstecher aus.

5. Schritt

Nun heisst es aushöhlen, aushöhlen und nochmals aushöhlen. Je dicker der Rand, desto weniger Licht kann hindurch strahlen, daher darf die Rübe schön und kräftig ausgehöhlt werden

6. Schritt

Legt drei Schnüre à 60cm bereit.

Steckt 3 Zahnstocher in den Deckel und in der Räbe übereinander ein. Damit kann man die Schnur ganz einfach durchs Loch ziehen und verknoten. Sind alle verknotet, können sie oben zusammen genommen werden und die Räbe ist zu einer hübschen Laterne geworden.

WICHTIGE TIPPS:

  • Bis zum grossen Umzug sollte dieRäbe in Salzwasser aufbewahrt werden, damit sie nicht beginnt zu runzeln
  • Da die Räben häufig in alle Richtungen geschwungen werden, eignet sich besonders ein LED Teelicht 🙂

Übrigens, den Räbenabfall kann für eine leckere Suppe weiterverwendet werden. Etwas Zwiebeln andünsten und Kartoffeln und Karotten und den Schnitzabfall mit Bouillon aufkochen. Mit einem Stück knusprigem Brot ein erwärmender Znacht nach dem Räbeliechtli-Umzug. En Guete!

Happy Räbeliechtli Umzug

Eure

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